Archiv für die Kategorie ‘Prosalyrik’

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herbstalltag

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einsamkeit

Veröffentlicht: 23. September 2013 in Gedichte, Prosalyrik, umbruch.los
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einsamkeit

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alltag 2

 
alltag
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an manchen tagen
denke ich
wo ist die lyrik hingekommen?

gut, poesie
macht sie noch lang nicht aus
ist ein ganz anderes genre

doch warum muss
lyrik modern so schwer
an unserer zeit nagen
an ihr leiden?

ja, unsere zeit
die gibt was her
und dennoch ist sie doch
genau so gut
oder so schlecht
wie alle zeiten
vor ihr

und ist ein lyriker
wirklich dazu berufen
sich zu mokieren
über andrer leute taten

ein aufdecker
ein schmutzaufrührer
ein journalist
der mit verstümmelt‘
sätzen spricht

oder ein exhibitionist
der seinen seelenschlamm
nicht bei sich elbst
zu halten schafft

soll nicht die lyrik
vielmehr sein
ventil für sinnlichkeit

auch wenn in dunklen
tönen melancholie
und schauder
zum erklingen kommen

sogar für politik
wurde in früheren
gedichten wortgespinst
verwendet

heut ists der harte
schlag der oft geführt wird
mit einer silbenkeule
ohne melodie

der intellektuelle schein
überdröhnt stille gassen
in deren nischen
sich die emotion versteckt
vor den konstrukten
thesaurierter wortgewalt

wo sind die stirnen
hinter denen
gedichte ihre heimat fanden

in jenen tagen
wo sich ein versmaß
mit gefühlen paarte
um unseren geist
zu nähren

nicht abzustoßen ihn
von literatur und mensch

© evelyne w.

 

 
du sagst: es ist die übermacht.
ich sage: übermacht? die gibt es nicht.
du hast die macht. nur du allein.
für dich und über dich und deinen willen.

kommt die gewalt, dann kann es sein,
dass du dich ihr geschlagen geben musst.
doch macht erreicht sie niemals über dich.

erst wenn du sie ihr gibst.

© evelyne w.