Archiv für die Kategorie ‘Flossenbürg 2011’


In den letzten Tagen wurde ich durch einen seiner wunderschönen Texte an Dietrich Bonhoeffer erinnert.
Ich nehme diese Erinnerung zum Anlass, um meinerseits wieder einmal auf mein Booklet aufmerksam zu machen. Dietrich Bonhoeffer war einer der Gefangenen in Flossenbürg und wurde dort auch hingerichtet.

flossenbuerg

hsl
70 Seiten
€ 7,50
ISBN 978-3951-99072-9

lesung flossenbuerg


Hier auf meinem Blog gibt es ebenfalls die Texte über meine Eindrücke bei meinem Besuch in der Gedenkstätte Flossenbürg zu lesen. Ab Flossenbürg 2011 – I. Ankunft

 

 

Wie das kleine Gewinnspiel bei meinem Verlag zeigte, gab es reges Interesse an den signierten Booklets.
Aus diesem Grund habe ich gleich mehrere Bücher signiert und werden die Booklets „Flossenbürg – Ein Spürbericht“ nun bei Bestellung bis 31. März 2012 mit Signierung ausgeliefert.

 


Anfang dieses Jahres wurde an der Austin Peay State University in Clarksville, USA, im Rahmen eines Deutschkurses das Thema Holocaust behandelt. Im Zuge dieses Kurses wurde mein Booklet in 2 Etappen gelesen und anschließend besprochen. Auch meine Video-Lesung war Bestandteil der Auseinandersetzung der Studenten.
Im Anschluss daran erhielt ich nun den angeschlossenen Brief.

Die Motivation zum Schreiben dieses Booklets – Zitat, S. 59:

    „Ich will darüber schreiben, sagte ich, vielleicht kann ich damit ein paar Menschen erreichen. Und wenn es nur einer ist … wenn jeder, der sich damit auseinandersetzt, auch nur einen einzigen ermuntern kann, einem damit weiterhelfen kann … würde die Welt bald anders aussehen.“

 
hat damit auf eine nicht erwartete, aber umso eindrucksvollere Art für mich Bestätigung erhalten.
Darüberhinaus habe ich die Genehmigung der Studenten erhalten, Ihr Schreiben zu veröffentlichen, weil auch sie jede nur mögliche Gelegenheit ergreifen wollen, andere Menschen auf diese Weise zu motivieren.

Mein ganz besonderer Dank geht zu diesen wunderbaren jungen Leuten nach Amerika!
apsu

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flossenbuerg

hsl

70 Seiten
€ 7,50
ISBN 978-3951-99072-9

 

 

Wer weiß wo Flossenbürg ist?

Mein Verlag verlost signierte Exemplare meines Booklets
„Flossenbürg 2011 – Ein Spürbericht“

Nähere Infos unter hs-Literaturverlag – Gewinnspiel Info
Viel Glück!

trailer gewinnspiel

 

 

Gestern im Burgenländischen Kabel-Fernsehen BKF.

tv-beitrag ausstellung

 

 

anlässlich der Vernissage „In memoriam Novemberpogrome“

lesung flossenbuerg

 

 

 

einladung


Weiterführende Infos, Bilderliste und Textprobe auf
Ausstellung und Lesung 10.11.2011

 

Aus meinen Blogeinträgen wurde nun ein Booklet gemacht
Erschienen im hs-Literaturverlag. Geplante Veröffentlichung 1.Oktober 2011

flossenbuerg

hsl
70 Seiten
€ 5,00
ISBN 978-3951-99072-9

Klappentext:

Gedenken ist so wichtig.
Aber Gedenken ist nicht das Anprangern von Gräueltaten, das Zeigen von Bildern tiefster Not.
Nur wenn Gedenken zu Liebe führt, uns nicht in Angst und Entsetzen abwenden lässt, ist es gesund. Für den Einzelnen, wie auch für die Gesellschaft.

Wir wollen weder Täter noch Opfer sein.
Doch wer wollen wir sein?
Wenn wir diese Frage beantworten können, stärken wir auch unser Wollen. Dafür müssen wir uns der Vergangenheit liebend zuwenden, denn sie ist unsere Wurzel. Sie spricht zu uns, damit wir aus ihr lernen.
Doch so lange sie keine Liebe in uns auslöst, befinden wir uns nach wie vor in den Krallen des Grauens. Und Grauen kann niemanden davor beschützen, selber Täter oder Opfer zu werden.

Ein Gang durch die Gedenkstätte KZ Flossenbürg im Mai 2011 hat mir einen Ort gezeigt, an dem Gedenken in Liebe möglich ist.

 

Hierzu der Video-Trailer:

flossenbuerg trailer

 

 

 

jan
„für jan p.“, acryl auf karton, 30×40

jan

© evelyne w.

 

Flossenbürg 2011 – Versuch eines Spürberichts

Ankunft

Eine Deutschlandrundreise, unterwegs zu vielen lieben Freunden. Erste Anreise durch die Oberpfalz und mein Mann, der an einer Serie „Shoa“ malt, wollte selbstverständlich nicht an Flossenbürg vorbeifahren. Es war ein „kleines“ Lager, ist vielen heute nicht einmal vom Namen her bekannt, idyllisch gelegen, an einem Steinbruch. Mehr als 100.000 Gefangene gingen durch dieses „kleine“ Lager. Die meisten in den Tod. Alle in Verdammnis.

Es ist schon länger her, als ich das letzte Mal in einem ehemaligen Konzentrationslager war und ich war gespannt, wie es diesmal für mich sein würde. Ich fürchtete mich nicht, ich weiß, dass ich die Kraft habe, mich damit auseinanderzusetzen. Was man dort sieht, das weiß man ja im vorhinein und da ich nicht zu den großen Verdrängern gehöre, beschäftige ich mich mit dem Thema immer wieder. Auch habe ich keine Vorfahren, die diesem Horror unmittelbar ausgesetzt waren und auch keine eigenen Erfahrungen mit Verfolgung, Identitätsraub, Hass, Folter und schwerer Erniedrigung. Die Gnade der Geburt …

Doch ich bin ein Mensch, der sein Dasein vom Spüren aus leitet, einer der nicht in Bildern denkt; ich habe kein inneres Auge, ich denke mit dem Bauch. Deshalb wusste ich, ich würde dort weder Gefangene noch Täter herumlaufen „sehen“, der Ort würde von daher keineswegs bedrohlich auf mich herüberkommen. Doch es würden schwere Strömungen durch mein Ich fließen. Ich würde wohl an die Grenzen meines Spürens gelangen.

Das Gebäude selbst war für mich noch keine Herausforderung. Ich stand davor, betrachtete es ruhig, die Spiegelung des strahlendblauen Himmels in den Fenstern und den verhältnismäßig kleinen bogenförmigen Durchgang. Das einzige, das ich spürte, war eine leichte Nervosität, Spannung stieg in mir auf … Dann durch das Tor. Noch immer war ich neugierig, meine Augen nach vorn gerichtet, was mich nun erwarten würde.

Da lag ein Vorhof, doch mein Blick wurde abgelenkt von dem Tor, durch das ich als nächstes gehen musste. Das Lagertor. Heute ein Durchgang mit einer Gedenktafel.

Das Lagertor selbst wurde an einen anderen Platz gebracht. Zuerst war ich irritiert, dann ein wenig erleichtert, ich würde nicht durch dieses Lagertor treten müssen. Es brachte mir Aufschub.

Teil II – Der Appellplatz >>>