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Veröffentlicht: 20. August 2012 in Gedichte, Prosalyrik
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die wolken
hängen tief
regenschwere trieft
aus meinen säumen

die füße haltlos
im schlamm
der bis zum horizont
sich drängt

bevor jedoch
die nacht anbricht
entlädt sich das gewitter

der sturm trocknet
mein kleid
den boden

und
die sonne steigt
unbelastet
aus dem dunst
des morgens

© evelyne w.

 

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Kommentare
  1. Fini sagt:

    zitat von lintschi:
    die sonne steigt
    unbelastet
    aus dem dunst
    des morgens

    das gedicht ist wieder so eines, wo ich mir immer denke: „wie schafft man/frau es, so wunderbare zeilen zu papier bzw. auf den bildschirm zu bringen?“. der zitierte satz hat es mir ganz besonders angetan.
    lg
    fini

  2. Traveller sagt:

    das mag ich sehr ! auch wenn uns etwas niederdrückt, in den Schlamm zieht, können wir uns immer wieder aufrichten
    von der Sonne lernen – ja !

    lieben Gruß
    Uta

  3. Ein durchaus stimmiges, ansprechendes Gedicht. Deine sprachlichen Bilder harmonieren mit dem Klang der Worte, sodass eine Balance zwischen Geschriebenem und Assoziiertem entsteht.

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