frivolities I/II – das familienfest

Veröffentlicht: 27. April 2012 in Frivolities
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das familienfest

II. resümee

es war ein schönes fest.
alle saßen unter dem nussbaum an dem langen tisch, der so üppig geschmückt war mit blumen und sternen aus unseren träumen und den früchten, die wir so sehr mögen. die dunklen trauben ließen das schäumen ihres blutes ahnen.
nach dem essen lehnte ich mich genüsslich zurück und naschte von dem schönen käse und dem würzigen schwarzbrot, das du mir in kleinen stückchen in den mund schobst. der rotwein zimtete ganz leicht und erinnerte mich an mondscheinnächte, an unsere picknicks auf dem holzsteg über dem see. der duft von frischem schlamm schwindelte sich in meine nase.

ganz besonders erfreute mich onkel herrmanns kleine malteserhündin saschki, die so gern bei meinen füßen lag und zu der du dich immer wieder hinabbeugtest, um sie zu streicheln, so lange und so oft, dass meine uns gegenübersitzende mutter plötzlich fragte:
meine tochter, warum stöhnst du?

es war eine gute entscheidung gewesen, neben deiner rechten hand zu sitzen.

© evelyne w.

 

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Kommentare
  1. monika kafka sagt:

    liebe lintschi,

    gefällt mir sehr!
    dieses pendeln zwischen einem zu viel und zu wenig gelingt dir ganz wunderbar!

    herzlich,
    monika

    • evelyne w. sagt:

      liebe monika,

      vielen dank! da freue ich mich sehr darüber, dass dir das so gefällt.
      ich gehe bei diesen geschichterln im allgemeinen davon aus, dass es situationen gibt, die vordergründig ganz anders aussehen als dort, wo sie sich wirklich abspielen.

      ich beobachte das auch gerne – ohne dabei voyeuristisch zu sein *ggg*.
      aber bestimmte abläufe kann man sehr gut beobachten, wenn man ein bisschen genauer hinschaut …
      und ich möchte gar nicht genau wissen, was sich unter so manchem tischtuch abspielt 😉

      ganz viel liebes!
      lintschi

  2. fini sagt:

    Zitat von Lintschi: und ich möchte gar nicht genau wissen, was sich unter so manchem tischtuch abspielt 😉
    Naja. Ab und zu wäre ich gerne ein kleiner Käfer, um mich unter dem Tischtuch zu verstecken und das Geschehen darunter zu beobachten.:-)
    Ob das mein Leben bereichern würde?:-)
    Deine Zeilen gefallen mir.
    Lg
    Fini

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