Wie wird das sein

Wie wird das sein. Denke ich. Wie wird das sein. Wenn sie mich nicht mehr erkennt. Werde ich auch dann noch einen Draht zu ihr finden. Sie vergisst so viele Namen. Manchmal auch meinen.
Gestern hat sie ihren Sohn nicht erkannt. Nur kurz. Und doch. Sie weiß es. Das macht ihr Angst. Ich spüre sie. Ganz deutlich.
Wie wird das sein. Wenn sie mich nicht mehr erkennt. Wie wird das sein. Ich spüre meine Angst. Ganz deutlich.

(Schluss)

 

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Kommentare
  1. fini sagt:

    Ich denke, diese Angst tragen viele (der eine mehr, der andere vielleicht weniger) in uns und ist auch nur menschlich. Schließlich besteht ja eine zwischenmenschliche Beziehung zu dem Menschen.
    Vielen Dank für die Zeilen.
    Lg
    Fini

  2. evelyne w. sagt:

    ich glaube auch, dass es eine ganz besondere angst ist.
    bis zu diesem zeitpunkt kann man noch etwas bringen. aber kann man es dann auch noch?
    oder verhallt dann alles ohne jedes echo?

    aber letztendlich hat man keinen einfluss darauf und muss es dann auch nehmen, wie es kommt …

    alles liebe!

  3. Ich habe auch Angst. Sehr große Angst. Ich erlebe es. Er sagt, das wird so sein. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Und ich spüre hinter diesen vernünftigen Worten, seine Angst. Das sich der Geist seines Vaters verabschieden wird. Nur noch die Hülle bleibt. Und weil er Angst hat, habe ich sie auch. Vor seiner Angst. Und ich werde ihn viel in den Arm nehmen.

    • evelyne w. sagt:

      ja, es ist gut, wenn man jemandem zur seite hat, der einen dann in den arm nehmen wird.

      danke liebe mademoiselle! und ich nehme dich virtuell in dem arm …..

  4. Eva Zeller-Albert sagt:

    Liebe Lintschi,

    du weißt, dass mich dieses Thema sehr berührt. Die Art, wie du darüber schreibst, nimmt mir die Angst und gibt mir Kraft, für die Zeit, in der ich mich mit dem Thema vielleicht direkt auseinandersetzen muss. Da ist so viel Liebe…. das hilft! Danke dir!

    Ganz liebe Grüße,

    Eva

    • evelyne w. sagt:

      liebe eva,

      erstmal danke für deinen kommentar.

      und ja, es ist ganz eigenartig. umso mehr ich mich mit dem thema beschäftige, umso mehr verliere ich die angst!
      irgendwie ist es nicht erklärbar, aber es liegt wohl daran, dass einem wirklich alles, das man kennt, nicht so arge angst macht, als das, was nur diffus in einem rumschwirrt.

      es ist nicht leicht. aber auch das ist ja nur ein gebot unserer konsumgesellschaft, dass alles leicht gehen müsste.
      das leben stellt immer anforderungen an uns und es ist gut, dass wir in der lage sind, sie selbst zu bewältigen! so viele menschen auf der welt haben diese möglichkeit nicht!

      alles liebe!
      lintschi

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