sie malen in mein gesicht. auf meine augen ein blind. auf meinen mund ein stumm. versuchen den schädel zu öffnen. zähfarbigen tod in mein gehirn zu gießen. doch ich blitze ein grün und speie ein rot. male mein leben. und schließe die ausstellung.

© by evelyne w.

 

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Kommentare
  1. annette sagt:

    liebe evelyn dies ist ein begleiteter versuch auch hier einen kommentar zu hinterlassen….busi von dagmar und anne

  2. Ich kann nicht wissen, was Du genau gedacht hast, als Du dieses Gedicht geschrieben hast, Evelyne (Lintschi trau i mi nu neda). Die Ursache kann viele Gründe haben. Aber dann hab ich mir gedacht, es ist ja eigentlich für mich, als Leser, egal, weil Deine Worte ja auch für mich da sind. Für das was sie in mir auslösen. Und mich erinnern sie an Wut. An das Gefühl Erwartungen erfüllen zu müssen. Und dann frech grün statt rot zu sein. Mir selbst die Farben aussuchen. Und die Ausstellung, die sie für mich vorbereitet haben, zu schliessen. Das ist Freiheit. Und Punk.

    • evelyne w. sagt:

      liebe mademoiselle,

      es ist genauso wie du sagst.
      erstens –
      wenn man gedichte erst erklären muss, sind sie meiner meinung nach, absolut verfehlt. gedichte sind ein „medium“ mit dem man gefühl direkt übertragen kann. so direkt wie mit musik oder malerei. sie sollen von einem bauch in den anderen wachsen, ohne umweg über das hirn nehmen zu müssen.

      zweitens –
      ist es deshalb absolut egal, was ich damit ausdrücken wollte, es sollte für den leser wesentlich interessanter sein, was es in ihm auslöst.

      drittens –
      scheinen wir auf einer gemeinsamen welle zu sein. denn du hast eine interpretation gegeben, die meiner intention sehr nahe kommt.

      ich finde es erschreckend, wie heute versucht wird, uns in einen einheitsbrei einzuweichen. die farbenvielfalt kommt dabei abhanden. noch dazu wird alles nach außenliegenden kriterien bewertet. doch so gibt es für den menschen kein „leben“, sondern nur eine darstellung dessen, was von anderen gewünscht wird.
      und darum blitze ich gern ein wenig zornig herum und spuck auch mal in den eintopf. und für eine ausstellung brauche ich schon lange keine bilder mehr.

      und viertens –
      genau, das ist die freiheit, die ich mir nehme! und rufzeichen!

      ich danke dir sehr für die auseinandersetzung mit diesem textlein! ich freu emich sehr darüber.

      lieben nachteulengruß

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